Informationen für Betroffene und Angehörige

Ratgeber Lungenhochdruck

Informationen für Betroffene und Angehörige
 
 
Lungenhochdruck
Wissenswertes zu Lungenhochdruck

In unserem Glossar bekommen Sie Fachbegriffe rund um das Thema Lungenhochdruck verständlich erklärt. Sie finden sowohl Informationen zu Untersuchungsmethoden als auch zu Vorgängen im Körper, die zu Lungenhochdruck führen können. Auch Folgeerkrankungen, die aus dem Lungenhochdruck resultieren können, werden hier erläutert.

Wissenswertes zu Lungenhochdruck

Glossar

Adenosin
blockiert die Ausschüttung der Neurotransmitter (z. B. Dopamin oder Noradrenalin), die eine belebende Wirkung haben; daraus resultiert eine Weitung der Blutgefäße, wodurch der Blutdruck sinkt

Cumarin
Substanz, die die Fähigkeit des Blutes zur Blutgerinnung herabsetzt

Doppler-Echokardiografie
Untersuchungsmethode, mit der sich u. a. der pulmonal-arterielle systolische Druck bestimmen lässt, außerdem können Masse und Funktion der Herzkammern und die Klappenfunktion beurteilt werden

Endothelin
ein Peptid (org. Verbindung bestehend aus Aminosäuren), das zu einer Verengung der Gefäße und damit zur Erhöhung des Blutdrucks führt

Hypoxie
bezeichnet einen Sauerstoffmangel im Gewebe; gekennzeichnet u. a. durch eine bläuliche Verfärbung der Haut

Rechtsherz-Insuffizienz
liegt vor, wenn die Pumpleistung der rechten Herzkammer reduziert ist

Rechtsherz-Katheteruntersuchung
Untersuchungsmethode, bei der ein Katheter über eine Vene zur rechten Herzkammer geführt wird

Synkope
spontan einsetzende, kurz andauernde Bewusstlosigkeit

Vasokonstriktion
Engstellung der Gefäße; meist hervorgerufen durch Hormone

29. September 2020
Auch für die Angehörigen ist die Diagnose COPD eine große Herausforderung. Der Austausch mit anderen Angehörigen kann hier eine Stütze sein.
  
07. Juli 2020
Disease-Management-Programme richten sich speziell an Menschen mit chronischen Erkrankungen wie COPD oder Asthma.
  
01. Juli 2020
Menschen mit COPD können Gymnastik im Wasser als Ergänzung oder Alternative zum Lungensport betreiben, um u. a. die Atemhilfsmuskulatur zu stärken.
  
05. Juni 2020
2008 hat Insa Krey, die selbst an Mukoviszidose erkrankt ist, den Muko-Spendenlauf ins Leben gerufen.
  
04. Mai 2020
Ältere Patienten mit einer mittelschweren COPD haben ein erhöhtes Risiko an Lungenkrebs zu erkranken.
  
Therapie Lungenhochdruck

Zur Therapie von Lungenhochdruck kommen sowohl Medikamente zum Einsatz, die dem ursächlichen Lungenhochdruck entgegenwirken sollen, als auch Medikamente, die vor Folgeerkrankungen schützen sollen. Zu den möglichen Folgeerkrankungen gehören u. a. Thrombosen, Herzerkrankungen oder eine durch Kalzium-Ionen hervorgerufene Gefäßverengung. Um Lungenhochdruck zu behandeln, werden u. a. PDE5-Hemmer eingesetzt. Neben der medikamentösen Therapie gibt es auch die Möglichkeit mit einer Langzeit-Sauerstoff-Inhalation eine Verbesserung der Symptome zu erzielen. Diese wird zunächst stationär begonnen, kann dann aber in den meisten Fällen zu Hause fortgeführt werden. Eine Operation sollte nur dann eine Option sein, wenn die anderen Therapieformen nicht helfen.

Diagnose Lungenhochdruck

Vor allem zu Beginn der Erkrankung kann es schwierig sein, Lungenhochdruck zu diagnostizieren. Die Symptome sind keine spezifischen Erkrankungssymptome, sondern können auch bei anderen Krankheiten auftreten. Besteht nach einem ausführlichen Gespräch mit dem Arzt und einer körperlichen Untersuchung der Verdacht auf Lungenhochdruck, werden weitere Untersuchungsverfahren zur genaueren Bestimmung der Erkrankung eingesetzt. Dazu gehören ein Elektrokardiogramm, eine Röntgenaufnahme des Brustkorbs oder eine Doppler-Echokardiografie. Erst wenn sich die Diagnose durch diese Verfahren bestätigt, kommt es zu einer Rechtsherz-Einschwemmkatheteruntersuchung, mit der eine Einteilung der Erkrankung in eine der vier festgelegten Schweregrade möglich ist.

Beim Lungenhochdruck kommt es zu einer Verdickung der Gefäßwände, was in der Folge zu einer Gefäßverengung führt. Aufgrund dessen wird es für die rechte Herzhälfte schwieriger, ausreichend Blut durch die Gefäße in den Lungenkreislauf zu befördern. Dadurch vergrößert sich der Herzmuskel und es kann durch die starke Belastung zu einer Rechtsherzinsuffizienz kommen. Nicht rechtzeitig erkannt kann Lungenhochdruck deshalb für Betroffene lebensbedrohlich werden. Bei der Entstehung können genetische Aspekte eine Rolle spielen. Auch Medikamente, Drogen oder eine Autoimmunerkrankung können Auslöser sein. Frauen erkranken häufiger an Lungenhochdruck als Männer, was den Verdacht auf einen geschlechtsspezifischen Zusammenhang nahelegt.