Informationen für Betroffene und Angehörige

Ratgeber Lungenhochdruck

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Lungenhochdruck
Wissenswertes zu Lungenhochdruck

In unserem Glossar bekommen Sie Fachbegriffe rund um das Thema Lungenhochdruck verständlich erklärt. Sie finden sowohl Informationen zu Untersuchungsmethoden als auch zu Vorgängen im Körper, die zu Lungenhochdruck führen können. Auch Folgeerkrankungen, die aus dem Lungenhochdruck resultieren können, werden hier erläutert.

Wissenswertes zu Lungenhochdruck

Glossar

Adenosin
blockiert die Ausschüttung der Neurotransmitter (z. B. Dopamin oder Noradrenalin), die eine belebende Wirkung haben; daraus resultiert eine Weitung der Blutgefäße, wodurch der Blutdruck sinkt

Cumarin
Substanz, die die Fähigkeit des Blutes zur Blutgerinnung herabsetzt

Doppler-Echokardiografie
Untersuchungsmethode, mit der sich u. a. der pulmonal-arterielle systolische Druck bestimmen lässt, außerdem können Masse und Funktion der Herzkammern und die Klappenfunktion beurteilt werden

Endothelin
ein Peptid (org. Verbindung bestehend aus Aminosäuren), das zu einer Verengung der Gefäße und damit zur Erhöhung des Blutdrucks führt

Hypoxie
bezeichnet einen Sauerstoffmangel im Gewebe; gekennzeichnet u. a. durch eine bläuliche Verfärbung der Haut

Rechtsherz-Insuffizienz
liegt vor, wenn die Pumpleistung der rechten Herzkammer reduziert ist

Rechtsherz-Katheteruntersuchung
Untersuchungsmethode, bei der ein Katheter über eine Vene zur rechten Herzkammer geführt wird

Synkope
spontan einsetzende, kurz andauernde Bewusstlosigkeit

Vasokonstriktion
Engstellung der Gefäße; meist hervorgerufen durch Hormone

15. Januar 2018
Vor allem für Kinder und Jugendliche mit Asthma ist es wichtig, dass sie richtig geschult werden. Dafür gibt es die Arbeitsgemeinschaft Asthmaschulung.
  
09. Januar 2018
Die COPD-Selbsthilfegruppe Plettenberg im Sauerland möchte so viele Menschen mit COPD und Asthma erreichen wie möglich.
  
04. Januar 2018
Wie kann ich selbst eine Selbsthilfegruppe gründen? Das erklärt Alpha1 Deutschland anhand ihrer 2017 neu gegründeten Gruppe in Franken.
  
20. Dezember 2017
Damit die Wunschklinik trotz des im Sozialgesetzbuch verankerten Wunsch- und Wahlrechts nicht abgelehnt wird, sollte die Wahl der Klinik gut begründet werden.
  
19. Dezember 2017
Patienten haben bei der Rehabilitation ein Wunsch- und Wahlrecht, das heißt, der Kostenträger muss berechtigten Wünschen nachkommen.
  

Beim Lungenhochdruck handelt es sich um eine Lungengefäßerkrankung, bei der es durch einen erhöhten Gefäßwiderstand zu einer Zunahme des Drucks im Lungenkreislauf kommt. Unbehandelt kann Lungenhochdruck lebensbedrohlich für den Betroffenen werden. Die ersten Aufzeichnungen über Lungenhochdruck gehen auf das Jahr 1891 zurück. Es gibt zwei Hauptarten des Lungenhochdrucks, die seltenere primäre pulmonale Hypertonie und die sekundäre pulmonale Hypertonie. Diese wurden 2003 von der Weltgesundheitsorganisation nochmals in fünf Klassifikationsgruppen unterteilt. Da die Symptome, wie z. B. verringerte körperliche Belastung, Kurzatmung oder Antriebslosigkeit, eher unauffällig sind, wird eine Diagnose häufig erst spät gestellt.

Diagnose Lungenhochdruck

Vor allem zu Beginn der Erkrankung kann es schwierig sein, Lungenhochdruck zu diagnostizieren. Die Symptome sind keine spezifischen Erkrankungssymptome, sondern können auch bei anderen Krankheiten auftreten. Besteht nach einem ausführlichen Gespräch mit dem Arzt und einer körperlichen Untersuchung der Verdacht auf Lungenhochdruck, werden weitere Untersuchungsverfahren zur genaueren Bestimmung der Erkrankung eingesetzt. Dazu gehören ein Elektrokardiogramm, eine Röntgenaufnahme des Brustkorbs oder eine Doppler-Echokardiografie. Erst wenn sich die Diagnose durch diese Verfahren bestätigt, kommt es zu einer Rechtsherz-Einschwemmkatheteruntersuchung, mit der eine Einteilung der Erkrankung in eine der vier festgelegten Schweregrade möglich ist.

Beim Lungenhochdruck kommt es zu einer Verdickung der Gefäßwände, was in der Folge zu einer Gefäßverengung führt. Aufgrund dessen wird es für die rechte Herzhälfte schwieriger, ausreichend Blut durch die Gefäße in den Lungenkreislauf zu befördern. Dadurch vergrößert sich der Herzmuskel und es kann durch die starke Belastung zu einer Rechtsherzinsuffizienz kommen. Nicht rechtzeitig erkannt kann Lungenhochdruck deshalb für Betroffene lebensbedrohlich werden. Bei der Entstehung können genetische Aspekte eine Rolle spielen. Auch Medikamente, Drogen oder eine Autoimmunerkrankung können Auslöser sein. Frauen erkranken häufiger an Lungenhochdruck als Männer, was den Verdacht auf einen geschlechtsspezifischen Zusammenhang nahelegt.